Politisch bin ich erst recht spät aktiv geworden. Nach der Geburt meiner Kinder war ich das erste Mal wirklich vor Ort auf meine Kommune angewiesen und habe schnell Defizite entdeckt. Ich habe hier angefangen, mich politisch über die Elternbeteiligung einzumischen. In diese Zeit fällt die von mir mit initiierte Gründung eines Kita-Fördervereins und später die Unterstützung der Anregungen der Brückenschule hin zu einer Schule mit Ganztagsbetreuung. Schnell habe ich festgestellt, dass gerade in den Kommunen in dieser Beziehung viel entschieden wird oder zumindest die Weichen gestellt werden und mir war wichtig, hier den Betroffenen eine Stimme zu geben. Deswegen entschloss ich mich für die Stadtverordnetenversammlung zu kandidieren. 2011 kam ich dann auch als Nachrücker für die FDP ins Bruchköbeler Parlament und lernte recht schnell, mit welchen Formalitäten und anderen Hindernissen einem hier das Handeln nicht unbedingt leichtgemacht wird. 2012 wurde ich Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion und war somit noch mehr in die politischen Prozesse eingebunden. Bei der Kommunalwahl 2016 wurde ich als Spitzenkandidatin der FDP wieder ins Parlament gewählt und konnte weiter die nun verstärkte Fraktion führen.

In dieser Zeit habe ich mehrfach gezeigt, dass ich über alle Parteigrenzen hinweg in der Sache gut mit jeder Fraktion zusammenarbeiten kann, ganz nach meinem Motto: Lösungen suchen, statt Streit!  Wir hatten die letzten Jahre viele Mehrheitskonstellationen, die unterschiedliche Allianzen hervorgebracht haben. Mit CDU und Grünen habe ich zwei Haushalte verhandelt, mit der SPD und den Grünen gemeinsam die CDU in Sachen Kita-Gebühren überzeugen können, mit BBB und Grünen haben wir Licht in die Zahlungen rund die ÖPNV-Leistungen bringen können und in vielen Sachfragen konnte ich einen fraktionsübergreifenden Beschluss vorbereiten. Ich bin der Überzeugung, dass eine ideologische Parteipolitik einer Kommune fehl am Platz ist. Es müssen pragmatische Lösungen für die Probleme vor Ort gesucht werden. Deswegen sehe ich mich auch nicht als FDP-Kandidatin für das Bürgermeisteramt, sondern möchte ein Angebot für Wählerinnen und Wähler aller Couleur sein. Ein Bürgermeister sollte immer zuerst seiner Stadt verpflichtet sein, Parteipolitik spielt dabei in meinen Augen keine Rolle.

​Beruflich beheimatet bin ich nun seit über 30 Jahren bei der Hessischen Polizei, so bin ich mit 16 Jahren schon in die Polizei-Kaserne umgezogen und habe meine Ausbildung im Mittleren Dienst begonnen. Zu der Zeit waren Frauen in Uniform noch Exoten und auf so einigen Dienststellen in den ersten Jahren war ich dann auch die „Erste“, was mich immer wieder neu vor Herausforderungen stellte. Früh habe ich gelernt schnell Entscheidungen zu treffen, diese durchzusetzen und Verantwortung für andere zu übernehmen. Nach sieben Jahren im Streifendienst mit Stationen bei der Autobahnpolizei und in der Hanauer Innenstadt konnte ich mich für ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule qualifizieren und nach zweieinhalb Jahren Vollzeit-Studium im Jahr 2000 mit großem Erfolg das Diplom als Verwaltungswirtin erwerben. Durch das Studium lerne ich andere Behörden und Dienststelle kennen, was mich nach dem Studium zum Wechsel von der Schutz- zur Kriminalpolizei bewog. Hier war ich in allen Bereich eingesetzt, mein Schwerpunkt wurde jedoch schnell der damals neue Bereich der Internetermittlungen, dort war durchaus noch einiges an Pionierarbeit zu leisten. Mit der Geburt meiner Kinder 2004 und 2006 habe ich meine Arbeitszeit reduziert und lernte die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kennen, besonders die Möglichkeiten eines Home-Office wusste ich in dieser Zeit zu schätzen. Nach Ende der Teilzeit-Phase wechselte ich in die Digitale Forensik, d.h. die Sicherung von elektronischen Beweismitteln, mein Schwerpunkt liegt dabei in der Mobilgeräteforenik. Diese neue Abteilung in meiner Behörde durfte ich 2016 aufbauen und leite sie seitdem.

Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne im Teenageralter. Mit meiner Familie lebe ich seit mehr als 13 Jahren in Bruchköbel-Roßdorf. Aufgewachsen bin ich in Gründau, später habe ich in Gelnhausen und Hanau gewohnt. In meiner Freizeit halte ich mich durch Laufen und Radfahren fit, damit ich meinem Hobby Kochen ohne Reue nachgehen kann. Ich verreise gerne, in der Nähe liegt mir die Nordsee sehr am Herzen, wenn es mich in die Ferne zieht ist mein Sehnsuchtsziel Australien.

Vor über 10 Jahren war meine Motivation in die Politik einzusteigen, etwas zum Besseren zu verändern. Genau das ist nun auch meine Motivation für das Bürgermeisteramt zu kandieren. Denn gute Konzepte und Mehrheiten dafür nutzen nur wenig, wenn man die praktische Umsetzung nicht selbst in der Hand hat. Deswegen bewerbe ich mich für diese zentrale Funktion an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Politik. Für das Bürgermeisteramt bringe ich Erfahrungen aus unterschiedlichen Behörden ein, ich habe mich oft in neue Themengebiete einarbeiten dürfen und gezeigt, dass ich diese Aufgaben gewachsen bin. Die Polizei ist sicher keine typische Behörde, doch gerade viele dieser untypischen Eigenschaften möchte ich als Bürgermeister für Bruchköbel einbringen: Flexibilität für neue Herausforderungen, Servicegedanke gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und mit kreative Ideen neue Wege gehen. Durch meine Aktivitäten in den letzten Jahren in der Bruchköbeler Kommunalpolitik habe ich mehr als einmal gezeigt, dass ich mit meiner sachlichen Art oft Gemeinsamkeiten bei strittigen Themen finden konnte, um im Ergebnis zu einer guten Entscheidung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu kommen. Nur so können wir Bruchköbel wieder nach vorne bringen.

 
 

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